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Wer ist Marion Blumenthal Lazan?

Wer ist diese Frau, die im Alter von 4 Jahren mit ihren Eltern das Haus in der Langen Straße 10 in Hoya verlassen musste.
Wer ist die Frau, die unserer Schule ihren Namen gibt?

PorträtEine kleine, vor Lebendigkeit sprühende Frau schafft es seit Jahren, Jugendliche, junge Erwachsene zum Zuhören zu bewegen; sich dem Geschehen der Zeit des Nationalsozialismus zu öffnen. Selbst „schwierige Schülerpersönlichkeiten“ hängen an ihren Lippen und lassen sich mitnehmen in das Internierungslager nach Westerbork, auf die Suche nach 4 gleiche Kiesel, die das glückliche Ende der Leidenszeit versprechen würden, hören gebannt zu, wie diese Frau ihre Botschaft sendet – und die Jugendlichen erreicht.

Wer ist diese Frau, die im Alter von 4 Jahren mit ihrer Familie aus der Langen Str. 10 vertrieben wurde, in die USA auswandern wollte, über Westerbork/Holland nach Bergen-Belsen gelangte, unter - nicht nur für ein Kind unvorstellbaren Erlebnissen, schließlich in einem „Todeszug“ in Richtung Osten transportiert wurde?

2001 durfte ich diesen Menschen persönlich kennen lernen und bekamen einen ersten Eindruck von ihrem Temperament und ihrer Strahlkraft.

Ihre Botschaft: „Lerne aus der Geschichte, um eine menschliche, friedliche und gerechte Zukunft zu gestalten“!

Zum Lernen aus der Geschichte gehört die KinderfotoAuseinandersetzung mit den Verbrechen in der Zeit des Nationalsozialismus, mit ihren Ursachen und den Folgen. Marion Blumenthal hat es sich zur Aufgabe gemacht, jungen Menschen die Geschichte zu vermitteln. Plastisch erzählt sie von sich, ihren Leiden, Ängsten, aber auch von ihren Hoffnungen und Wünschen.

Im Laufe meiner persönlichen Auseinandersetzung mit den Ereignissen der jüngeren deutschen Geschichte bin ich verschiedenen Zeitzeugen des Holocaust begegnet. Marion Blumenthal ist immer ein „freudiges Ereignis“: Sie klagt nicht an, sondern fordert uns auf: „Achtet eure Mitmenschen, schützt Minderheiten, akzeptiert auch diejenigen, die nicht sind wie ihr und die ihr nicht versteht“.

Sie überzeugt durch ihre positive, optimistische, kraftvolle Ausstrahlung. Man glaubt ihr zweifelsfrei die Überzeugung, dass Respekt, Toleranz und das positive Miteinander der Grundstein für Frieden und Zusammenleben sind.

Mit ihren vielen Vorträgen in verschiedenen Ländern der Erde – allein in den USA hat Frau Blumenthal-Lazan bereits mehr als 2000 Vorträge, hauptsächlich an Schulen / Universitäten gehalten – wirbt sie für Toleranz, Respekt und Versöhnung und trägt den Namen ihrer Geburtsstadt Hoya und ihrer Schule mit ihrer sehr persönlichen Botschaft in die Welt.

PorträtIn jedem ihrer Vorträge erzählt sie (Zitat) „immer und immer wieder, wie wunderbar und bedeutungsvoll es ist, dass in Hoya die schändlichen Verbrechen an Juden nicht vergessen werden“.

Als Opfer des Nationalsozialismus Zeugnis abzulegen, bedeutet Erinnern und Wieder-aufleben der erlittenen Qualen. Diese Kraft bringt Marion Blumenthal seit Jahren immer wieder auf und ist damit ein Vorbild.  Sie will aufklären, mahnen, verstehen helfen und verhindern, dass sich Menschen mit Vorurteilen und Hass begegnen.

Marion Blumenthal-Lazan hat sich um unsere Stadt und die Samtgemeinde Grafschaft Hoya verdient gemacht, weil durch das persönliche Zeugnis aus eigenem Erleben Gesprächspartnern und –partnerinnen die Authentizität und Wahrheit der Erinnerungen vermittelt werden. Sie ist  damit dauerhafte Wegbegleiterin für ein ganzes Leben der Schülerinnen und Schüler geworden.

„Ihr seid die letzten, die es jetzt noch hören können von jemandem, der es selbst erlebt hat. Wir Zeitzeugen werden bald nicht mehr sein. Jeder von uns muss alles dafür tun, dass solcher Hass und solche Zerstörung nie wieder vorkommen. Das geht mit Respekt und ein bisschen Liebe für die anderen Menschen.“ Marc Badermann überreicht ein Präsent(Zitat)

Das bedeutet nicht, das Vergangene zu vergessen und zu vergeben. „Das soll nicht vergeben und nicht vergessen werden, nicht von mir und nicht von euch. Aber es soll eine Warnung für alle folgenden Generationen sein, nicht blind jemandem nachzufolgen, ohne zu wissen, was seine Absicht ist.“

Mit ihrem Zeugnis wird die Erinnerung dauerhaft bewahrt und es mahnt, sich uneingeschränkt für ein menschliches Miteinander einzusetzen. Damit hat Marion Blumenthal-Lazan uns etwas Wichtiges geschenkt,

Marion-Blumenthal-Oberschule zu sein, ist unser Projekt, unsere Herausforderung.

Gedanken zur Namensgebung von Eike Reiche (Schulleiterin der Marion-Blumenthal-Hauptschule Hoya, Didaktische Leiterin der Marion-Blumenthal-Oberschule Hoya von 2007 bis 2017)

Meldung vom 03.11.2017


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