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Frau Marion Blumenthal Lazan zu Besuch (17.01.2017)

Ganz gespannt waren die Mädchen und Jungen der Klassen 5 bis 7 auf Marion Blumenthal, die zukünftige Namensgeberin unserer Schule und bekamen gleich eine gratis Lektion Weltsprachenunterricht, da Schulleiter Marc Badermann seine Begrüßungsansprache in Englisch formulierte.

Marion Blumenthal-Lazan Frau Blumenthal Lazan kam am 17. Januar 2017 mit ihrem Mann Nathaniel Lazan, um ihre Geschichte zu erzählen.

Sie war in Deutschland, weil die Stiftung niedersächsischer Gedenkstätten ihre Geschichte „Vier kleine Kiesel“ (Verlag: Verein Heimatmuseum Grafschaft Hoya, 1996) kindgerecht umgeschrieben hat, damit Kinder ab neun Jahren sich mit dem historischen Hintergrund des Nationalsozialismus und der Ausgrenzung und Verfolgung der Juden in dieser Zeit auseinandersetzen können. Frau Blumenthal dankte für dieses wunderbare Unterrichtsprojekt.

„Heute bin ich hier, um über meine Kindheit zu erzählen, die Geschichte des Holocaust“, so begann Frau Blumenthal Lazan, „niemals dachten wir, dass antisemitische Ereignisse unser Leben zerstören könnten.“ Sie erzählte Marion Blumenthal Lazan bei ihrem Vortrag
17.01.2017von ihren Ängsten und Entbehrungen, von dem unbeschreiblichen Schmutz und den unvorstellbaren Leiden. Ausdauer, Glaube und Hoffnung gaben ihr die Kraft ihre „traurige Kindheit“ zu überstehen. Ihre Vorstellungskraft, eigene Spiele zu erfinden, halfen ihr die Tage mit Abwechslung zu füllen, denn es gab nichts zu tun und keinerlei Material zum Spielen. Sie versuchte vier kleine Kiesel zu finden, die für sie für das Überleben ihrer Familie standen oder wartete mit Gewissheit auf den Sonnenschein, der durch Reflexion einer Glasscherbe zu einem „lebenden Hündchen“ für sie wurde. Ihre Jugend begann mit 13 Jahren in Amerika, wo sie zum dritten Mal eine neue Sprache lernen musste. „Meistens war ich optimistisch und habe die Hoffnung nie aufgegeben“.

Marc Badermann überreicht ein PräsentAuf die Schülerfrage, wie können sie es immer wieder erzählen, sagte Frau Blumenthal Lazan: „Es ist wichtig es weiterzuerzählen, es ist eine Aufgabe. Ihr seid die letzte Generation, die dabei ist es von einer Zeitzeugin zu hören.“ Die Erinnerung an die Geschehnisse ist wichtig, damit so ein Unrecht nicht wieder passiert. Sie gab den Kindern die Botschaft mit: „Bitte, bitte, habt Respekt und Achtung und eine bestimmte Liebe zueinander, ungeachtet von Hautfarbe, Religion und Nationalität. Das ist die Basis für Frieden in der Welt, in den Familien, in der Schule, in den Städten.“ Als Dank überreichte Herr Badermann Frau Blumenthal Lazan ein symbolisches Geschenk mit den besten Wünschen bis zum nächsten Wiedersehen anlässlich der Namensgebung: vier Kieselsteine mit den Aufschriften Hoffnung, Danke, Gesundheit und Liebe. 

Bericht: R. Slembeck

Meldung vom 13.01.2017Letzte Aktualisierung: 10.10.2017


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